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GTÖ - MAASS
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Tuesday, 17 July 2007
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GTÖ - MAASS
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  • MAAß - »Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs« - Verzeichnis der in den Jahrgängen 1905 - 1913 enthaltenen Familienartikel, 5 Bde, Verlag Otto Maaß, Wien.
    (Zahl) = Band: 1905 (1); 1906/07 (2); 1908/09 (3); 1909/10 (4); 1912/13 (5)

Das Gothaische Taschenbuch der adeligen Häuser schloss programmgemäß die österreichischen Familien aus. Diese Maßnahme erwies sich als richtig, da die Fülle des Stoffes kaum zu übersehen war und sowohl im österreichischen Ritterstand als in den Geschlechtern des österreichischen Adels, die aus dem Militärdienst heraus seinen Antrag auf Nobilitierung stellen konnten, Adelsklassen vorhanden waren, die einen Unterschied zu den Familien zeigten, die in Deutschland vorhanden waren. In der k. u. k. Monarchie gab es die Möglichkeit, nach einer langen Dienstzeit den Antrag auf Nobilitierung zu stellen, wobei Teilnahme an Gefechten und hohe militärische Auszeichnungen eine entscheidende Rolle spielten. Von dieser Möglichkeit wurde vielfältig Gebrauch gemacht. Der dadurch in Österreich entstehende Militäradel entsprach in seinem Grunde genau dem des Wehrstandes, doch ergaben sich aus dem Gedanken, eine Art Anspruch auf Standeserhebung zu gewähren, Unterschiede gegenüber den übrigen Adelsständen. Dies ist kein Werturteil, sondern die erneute Feststellung einer unterschiedlichen Geschichtsentwicklung und sich daraus ergebenden Andersartigkeit. Gewachsene Tatsachen gewaltsam nur um eines Systems willen angleichen zu wollen hat nur selten Erfolg gehabt.

Es blieb durch das Herauskommen des Gothaischen adeligen Taschenbuches eine Lücke, da von den Familien, die im Brünner Taschenbuch gebracht worden waren, nur ein Teil Aufnahme finden konnte. 1903 wurde ein Aufruf in Österreich versandt um Einsendung von Material für ein eigenes Taschenbuch. Innerhalb der K. K. Heraldischen Gesellschaft „Adler“ hatte sich auf Anregung der Hofräte Dr. v. PANTZ und Dr. v. SCHULLERN zu Schrattenhofen ein Komitee zur Herausgabe eines genealogischen Taschenbuches gegründet. Chefredakteur war der Hof- und Staatsarchivar Alfred ANTHONY von Siegenfeld, der die ersten Bände herausgab. Im Herbst 1909 übernahm Dr. H. M. HÖFFLINGER die Redaktion. Der Plan war ausgezeichnet und ist für die dargestellten Geschlechter verwirklicht worden. Einem ausführlichen geschichtlichen Abriss, der auch ethische, kulturhistorische und wirtschaftliche Momente des Werdens bringt, um ein Bild jenes Aufschwungs zu geben, der zur Standeserhöhung führt, folgt ein umfassender Personalstand in fallender Darstellung. 1905 erschien der erste Band des „Genealogischen Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs“ im Verlag von Otto MAASS’ Söhne in Wien. Als Begründung für die Notwendigkeit des neuen Taschenbuches wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Gotha programmgemäß Österreichs Familien ausschließt. Dieses österreichische Taschenbuch ist bis heute in seinem Programm, der Vollständigkeit seiner Angaben und in der Zuverlässigkeit des gebrachten Materials vorbildlich geblieben. Zahlreiche Geschlechter haben sämtliche Angaben dokumentarisch belegt. Sie sind durch einen * in der Überschrift gekennzeichnet. Bildausstattung, einfärbige und mehrfärbige Wappen in sehr guter Wiedergabe zeichnen das Werk aus. Bis zum Jahrgang 1912/13 erschienen fünf Bände. Es ist zu bedauern, dass dieses hervorragende Werk, das in seiner Qualität und in der Fülle des genealogischen, historischen und adelsrechtlichen Stoffes allen gleichzeitigen Taschenbüchern überlegen war, nicht fortgesetzt wurde. Ein Verzeichnis aller je Band gebrachten Familiennamen ist lobend hervorzuheben.
Die Erschütterungen des ersten Weltkrieges brachten das Ende dieser Reihe und stellten auch die Gothaischen Taschenbücher vor große Schwierigkeiten. [... ]

QUELLE: 

FRITSCH, Thomas Frhr. v. - „Österreich“ in „Die Gothaischen Taschenbücher, Hofkalender und Almanach“, Starke-Verlag 1968, S. 122 ff.


 
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