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Zwischen Mehrn und Brixlegg im Unterinntal, am Ausgang des Albachtales, liegt der Edelsitz "Lanegg" (Läneck). Ursprünglich saßen hier die Ritter HELMSDORF von LANEGG, die 1650 ausstarben. Dann war der Ansitz Eigentum der KÖGLER; um 1660 kamen die FABER auf diesen Sitz.
Abraham FABER, erzherzoglicher Rat und oberösterreichischer Kammermeister (Steuereinnehmer) erhielt vom Erzherzog Ferdinand Karl Innsbruck, 7.9.1657, den Adelstand mit Wappenbesserung (mit dem Tiroler Adler) und am 17.2.1666, nach dem Abwandern der KÖGLER, das Prädikat "von Lanegg" (Adelsarchiv Wien). In Innsbruck besaß Abraham das Haus Innstraße 21 (1665) und erwarb aus der Verlassenschaft des 1651 enthaupteten Doktor Wilhelm von BIENNER den großen Baum-Garten hinter dem Schloß "Büchsenhausen" ober Innsbruck (10.5.1659). Abraham von FABER, geboren um 1625, war ein Sohn des Mauteinnehmers von Rattenberg, Paul FABER, und in erster Ehe (1650) mit Susanna OTT von ACHTERDINGEN (gestorben 1674), in zweiter Ehe (1678) mit Ursula LUTZ von GLATSCH (geboren 11.3.1652, gestorben 23.12.1726) vermählt. Er war 1658 und 1685 Oberschützenmeister in Innsbruck und starb um 1695. Barbara Christine von FABER, eine Tochter des Abraham, war seit 13.11.1679 in Hall mit Johann Baptist REINHART von THURNFELS (1652 bis 1699) vermhlt. Ihre Schwester Maria Magdalena (geboren 4.7.1662) seit 28.7.1704 mit Friedrich Liberat von ALTSTÄTTER (1655 bis 1708) vermhlt; sie starb am 10.10.1728. Leopold Josef von FABER-LANEGG war kaiserlicher Milizhauptmann und Hüttenbeamter in Brixlegg und starb 1740. Johann Abraham Bernhard von FABER, ein Sohn des Advokaten Franz Dominik von FABER, war seit 13.10.1710 mit Ursula FLORENTIN, Tochter des reichen Kaufmannes und Gastgebers "Zum Burgriesen" in Innsbruck (Hofgasse 12), Franz FLORENTIN (1695 bis 1730), und der Ursula TAUSCH, vermählt. Hiedruch kam Johann Abraham im Jahre 1765 (bis 1806) in den Besitz des berühmten Burgriesenhauses. Seine Tochter Maria Elisabeth von FABER (gestorben 16.2.1754) ehelichte am 13.10.1751 in Kardaun bei Bozen den Jakob Paul von INGRAM-LIEBNRAIN (gestorben 9.12.1754). Anna FABER ehelichte um 1740 den reichen Schloßherrn von Matzen, Josef Rupert von PFEIFFERSPERG (1710 bis 1776). Deren Tochter Antonia Maria von PFEIFFERSBERG wurde zu Matzen am 28.8.1768 die Gattin des Josef Anton Kaspar von GUMER-ENGELSBURG (1726 bis 1793). Johann Bernhard Abraham von FABER, geboren um 1711, vermutlich ein Sohn des Johann Abraham, war Regimentskanzler (Verwalter) in Innsbruck in der Zeit von 1743 bis 1759 und mit Maria Anna Elisabeth von MOR-SUNEGG (geboren 5.11.1715), Tochter des Markus von MOR, vermählt. Franz Josef von FABER-Lanegg war Hofkammerrat und Advokat, in erster Ehe (17.2.1721) mit Maria Klara von APERGER, in zweiter Ehe (1730) mit Maria Theresia KÖGLER, Schwester des reichen Kaufherrn und Brgermeisters von Hall Matthias KÖGLER (gestorben in Hall, 1726) verehelicht. Ihr Sohn Josef Gregor wurde Jesuit, ihre Tochter Maria Dominika Klosterfrau in Mariatal bei Kramsach, Maria Regina Gattin des Haller Salzversilberers Josef Anton HUBER, Maria Anna Bernhardine (gestorben 9.3.1749), Gattin des Anton MAYR (gestorben 17.7.1733), dann des J. N. SEIDNER in Hall. Die Tochter Maria Theresia von FABER ehelichte am 26.4.1757 zu Brixen den Johann Franz Dominik von GUMER-ENGELSBURG (1731-1794). Josef Ignaz von FABER, geboren am 8.7.1741 in Innsbruck, war in erster Ehe mit Rosa Veronika von KHUEPACH, geboren 1748, gestorben 1775, und in zweiter Ehe mit Maria Valentina von HEUFLER-HOHENBÜHEL (gestorben 1804), Tochter des Dr. David Josef von HOHENBÜHEL, vermählt. Sie war Erbin des Edelsitzes "Perdonegg", Gemeinde Prissian. Josef Ignaz war K.K. Kommerzienrat, Vizekreishauptmann im Unterinntal und starb am 19.6.1818 in Innbruck. Er war ursprünglich Adjunkt beim Kreisamte für das Unterinn- und Wipptal, das vorübergehend seinen Sitz in Hall hatte. Als Amtsleiter geriet er mit dem Haller Salzmair Johann Josef von MENZ-SCHÖNFELD in einen Konflikt, der folgende Vorgeschichte hatte: Der 25-jährige Salzamtspraktikant Josef Domenikus Alois von KRIPP bewarb sich, auf Anraten seines Gönners, des Josef Ignaz von FABER, anfangs 1785 um eine Buchhaltungsoffiziantenstelle bei der Haller Saline. Als ihm sein Gesuch und zwei weitere Mahnungen mit dem Auftrag, Geduld zu haben, zurückgestellte wurden, wandte sich von KRIPP mit einer von Josef Ignaz von FABER verfaßten Beschwerde an das Innsbrucker Guberium und wiederholte, trotz eines scharfen Verweises über seine unziemliche Schreibweise, die Beschwerde. Daraufhin wurde Josef D.A. von KRIPP mit dem Hofkammer-Dekret vom 12.5.1783 aus dem Salinendienst entlassen. Aber Josef Ignaz von FABER erklärte, nicht zu ruhen, bis sein Schützling gerächt und Direktor von MENZ gestürzt sei. Tatsächlich wurde gegen von MENZ wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Saline eine peinliche Untersuchung eingeleitet, bei der von FABER den kürzeren zog, und nun ebenfalls, wie von KRIPP, entlassen wurde. Später gelang es ihm aber, die Wiederaufnahme in den Salinendienst zu erwirken. Das unschuldige Oper der zwischen dem Salzamtsdirektor von MENZ und dem ränkesüchtigen Vizekreishauptmann von FABER bestehenden Feindschaft blieb aber: Josef von KRIPP. Josef Ingnaz von FABER gab 1784 die "Tyrolischen Monatsblätter" heraus. Franz Seraphin (Anton Dionys) von FABER, Urenkel des im Jahre 1657 geadelten Abraham FABER, vermutlich ein Sohn des Johann Bernhard Abraham, war königlich bayerischer Appellationsgerichtsrat in Innsbruck und wurde am 2.3.1813 in die bayerischen Adelsmatrikel aufgenommen. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - "NORDTIROL - Bürger- und Edelgeschlechter ", Innsbruck 1954, Schlern-Schriften Bd. 131, Seite 31.
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