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Egerer von Wildberg und Portenheimb
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Wednesday, 07 March 2007

Am südöstlichen Ende des Marktes St. Lorenzen bei Bruneck bemerkt man einen alten, einfachen Edelsitz "Portenheim", früher "Portenhof" benannt. Er stand lange Zeit im Eigentum der Herren von EGERER. Als ersten dieser Familie finden wir einen Konrad EGERER, Landrichter von Michaelsburg (bei Bruneck), zuerst (1470) des Schlossherrn Baltasar von WELSPERG, dann (1491) des Grafen Leonhard von GÖRZ; Konrad von EGERER erlangte im Jahre 1467 vom Kaiser Friedrich III. einen Wappenbrief (Schaufel mit sechs Straußenfedern und zwei Rosen). In der Zeit von 1473 bis 1485 war Johann von EGERER, Pfarrer von Anras bei Lienz. Im Jahre 1541 wurde Baltasar EGERER mit dem gleichen Wappen begnadet, das wir auch auf dem Grabsteine (1578) des Jakob EGERER, Ehegatten der Barbara HERTMAYER von HIERTENBERG, Tochter des Leonhard von HERTMAYER (gestorben 1562), in der Kirche zu St. Lorenzen sehen.

Eine Sara von EGERER (gestorben 1607) war mit Hans WARELL, gestorben 1615, ein Herr von EGERER mit Anna Maria von LEYß (geboren 1690, gestorben 8.1.1759) vermählt. Im Jahre 1613 besaßen die EGERER das Haus Nr. 72 (alt 28) in Bruneck. Maria von EGERER, geboren 1600 in St. Lorenzen, gestorben 16.2.1638, war seit 1619 die Gattin des Adam von MOR-SUNEGG, geboren 15.7.1598 in St. Lorenzen, gestorben 3.8.1669 in Sterzing.

Am 16.3.1692 wurden die Brüder Hans, Jakob und Veit EGERER, letzterer seit 1.11.1691 Gatte der Felizitas von ENGLMOR-AUFKIRCHEN, Tochter des Benevent von ENGLMOR (gestorben 1703), alle Bürger von St. Lorenzen, in den Adelstand mit den Prädikaten "von Portheim und Wildberg", beides Edelsitze in St. Lorenzen, erhoben.

In der Pfarrkirche zu St. Lorenzen baute Philipp Jakob von EGERER die nach ihm benannte EGERER-Kapelle, die vom Fürstbischof Kaspar Ignaz KÜNIGL von Brixen am 20.8.1714 eingeweiht wurde. Darin finden wir auch den Grabstein des Jakob von EGERER, gestorben 1691. In der Kapelle befindet sich ein holzgeschnitzter Altar, Madonna mit dem Kinde, ein Meisterwerk Michael PACHERs. Vom Friedhofe bis zum Sturmbühel ließ EGERER mehrere kleine Kapellen bauen, und auf der Straße zwischen Saalen und Altpalfrad (Gemeinde Enneberg) hatten die EGERER in einer natürlichen Felsenhöle mehrer rohe Holzfiguren, Christus und die schlafenden Apostel darstellend, anbringen lassen. Der genannte Philipp Jakob von EGERER starb als der Letzte der Familie im Jahre 1728, seine Ehegattin Sofie Barbara, geboren ATTLMAYR, im Jahre 1726. Beide wurden in der Pfarrkirche St. Lorenzen begraben. Eine Johanna Maria von EGERER machte im Jahre 1780 fromme Vermächtnisse für die Pfarre St. Lorenzen, eine Elisabeth von EGERER (gestorben 1777) war seit 1712 mit dem Oberstwachtmeister Peter Paul von MÜLLSTÄTTER-MAUREN (gestorben 1748) vermählt.

QUELLE:
  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - "Brixen - Reichsfürstentum und Hofstaat", Wien 1948, Seite 101.
 
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