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Die BOMBARDI stammen aus Coredo im Nonstale, von wo sie um 1550 nach Salurn zogen, wo sie das Haus Nr. 15 (Gasthof „Weißer Adler“) durch fast 150 Jahre bewohnten.
Johann Anton von BOMBARDI, Sohn des Georg von BOMBARDI und der N. von CAMPI-HEILIGENBERG, Tochter des Arztes Dr. med. Moriz von CAMPI, war sehr vermögend und kaufte im Jahre 1699 von Josef Adam von KLEINHANS zu LABERS, dem Letzten seines Stammes, gestorben 1727, die Burg Labers (Obermais), die er vollständig umbaute. Im Jahre 1700 kaufte BOMBARDI auch den Edelsitz St. Valentin (Obermais), den er aber im Jahre 1724 an Johann von RUFFIN (geboren 1672, gestorben 1749) verkaufte. Am 24. Oktober 1691 wurde Johann Anton mit seinem Vater Georg, seinen Brüdern Moritz, Johann-Michael und Georg und seinen Neffen Ignaz-Anton-Max, Gatte der Klara Maria von STERZINGER, nach deren Tode er Priester wurde, Johann-Michael, Franz-Anton und Johann-Thoms in den Adelsstand mit den Prädikaten „von ZUEGG und AUREN“ erhoben; dazu wurde ihm in Anlehnung an seinen Namen ein Wappen verliehen, das im Herzschild ein Kanonenrohr (Bombarde, das ist ein im 15. Jahrhundert verwendetes Geschütz mit trichterförmig sich erweiternder Mündung) zeigt. Der führe Tod seiner Gattin, die ihm einen Sohn hinterließ, bestimmte den Johann Anton von BOMBARDI, sich dem Priesterstand zu widmen; er wurde Weltpriester, Rat des Bischofs von Passau und Dechant zu Lorch an der Enns (Oberösterreich). Da er als Geistlicher nicht als lehensfähig anerkannt wurde, überließ er noch zu Lebzeiten die Burg Labers seinem ehelichen Sohne Ignaz und seinen Neffen. Ignaz starb kinderlos. Johann Antons Neffe Ignaz von BOMBARDI starb am 5.3.1806 in Salurn. Das allodifizierte (1812) Schloss blieb bis 1823 im Besitze der BOMBARDI. Johann Anton von Bombari starb im Jahre 1705 und wurde in der St. Valentins-Kirche der Pfarre Mais begraben. Josef Maria von BOMBARDI, geboren in Meran 1786, studierete, ohne Erfolg, an der Universität Innsbruck, war im Jahre 1809 Postmeister von Salurn. Im April 1809 stellte der arme, aber immer patriotisch gesinnte Marktflecken Salurn eine Kompagnie unter dem Kommando des Josef von BOMBARDI auf, dem in der Folgezeit Josef von CAMPI-HEILIGENBERG (geboren 29.5.1775 in Magreid, gestorben 14.10.1848 in Baden bei Wien) und der auch als Deputierter an den Erzherzog Johann nach Villa gesandte Johann Maria von LUTTEROTI (geboren Salurn am 25.6.1771, gestorben in Meran 10.6.1829) beigegeben waren. Am 24.4.1809 (Pilcante bei Ala) stellte Josef von BOMBARDI (in der Literatur oft irrig Lombardi geschrieben) dem Karl von HANFER ein Tapferkeitszeugnis aus. Am 4.6.1809 wurde Josef von BOMBARDI zum Defensionskommandanten von Salurn ernannt. Wegen seiner wackeren Haltung erregte er den Unmut der Fanzosen, weshlab ihn der Reichmarschall LEFEBVRE am 1.8.1809 öffentlich aufforderte, sich den Behörden freiwillig zu stellen, was aber BOMBARDI unterließ. Nach Kriegsende floh BOMBARDI nach Wien, wo er für den Bezirk Salurn englische Subsidien erhielt. Für seine Tätigkeit im Jahre Neun wurde er belobt und erhielt als Landesschützenmajor und (seit 1814 wieder Postmeister von Salurn) vom Kaiser im Jahre 1822 (Staatsarchiv) eine Pension von 600 Gulden. Da er am 12.7.1823 seine Güter in Südtirol verkauft hatte, zog er nach Graz und suchte dort beim Kaiser um eine Anstellung an (31.3.1825). Josef von BOMBARDI starb am 26.12.1846 in Graz (Pfarre Mariahilf) an Lungenlähmung. Seine Witwe Maria Theresia, geboren 1788, folgte ihm am 18.5.1847 in Graz im Tode nach. Sein Sohn Friedrich von BOMBARDI (geboren 1814) wurde Zuckerbäcker in Graz, wo er am 1.7.1871 starb. Er war mit Barbara LAVAL (geboren 1821) vermählt, die ihm in der Zeit von 1845 bis 1862 zwölf Kinder gebar. Von weiteren Mitgliedern der Familie kennen wir: Ignaz Nemesius von BOMBARDI, Sohn des Johann Anton, geboren 1797, gestorben 5.3.1806 in Salurn, wo ihm die Eltern ein prächtiges Grabmal am Pfeiler der Vorhalle zum linksseitigen Eingange in der Pfarrkiche von Salurn aus weißem Marmor mit Wappen und einem rührenden Sinnspruch, setzten. Ein Josef-Thomas von BOMBARDI, Bürgermeister von Salurn (1755) wurde am 17.1.1766 in die Tiroler Adlesmatirkel eingetragen. Ein Fräulein von BOMBARDI ehelichte den Tiroler Land-Miliz-Obersten (1800) Franz von GIENGER; Anton Valentin (gestorben Mais) war seit 4.7.1724 mit Maria Eleonore von ROLANDIN (gestorben 3.6.1736 Mais) vermählt. Der Jäger Emil von BOMBARDI (geboren Bozen) fiel am 28.3.1943 in Russland. Die Familie von BOMBARDI blüht heute noch in Graz. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 56 f.
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