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Die Familie BAUMGARTNER (Paumgarter) ist in Tirol, das so reich an Baumgärten ist, sehr häufig zu finden. Neben zahlreichen Bürgerfamilien dieses Namens gibt es auch Edelgeschlechter in Nord- und Südtirol.
Die PAUMGARTNER von Palbit (Gemeinde Pfeffersberg bei Brixen) stellten den fürstbischöflich-brixnerschen Hofkanzler Dr. Wolfgang von PAUMGARTNER (gestorben 1569 in Brixen), die PAUMGARNTER von Kufstein den reichen Schiffmeister und Handelsherrn Hans von PAUMGARTNER (gestorben 23.8.1493 in Kufstein); sein Sohn, der Ritter Martin von PAUMGARTNER wurde durch seine Reiseschilderungen von Ägypten (1507) sehr bekannt; er starb am 9.1.1510 in Kufstein und war mit der Burggräflerin Apollonia von LICHTENSTEIN (gestorben 22.10.1568) Tochter des Thomas (I.) von LICHTENSTEIN, vermählt. Von den BAUMGARTNER zu MAUR kommt ein Konrad schon 1472 auf dem Innsbrucker Landtage vor. Auf dem Schlosse Maur an der Feldgrenze von Ober- und Untermais, auch „Gratschberg“ benannt, erscheint im Jahre 1536 Leonhard BAUMGARTNER zu MAUR als erster adeliger Besitzer, da dort früher nur ein einfacher Bauernhof stand. Da alle genannten Herren BAUMGARTNER das gleiche Wappen, den ausgerissenen Baum mit den knorrigen Ästen im Wappen führten, ist ihre Stammesverwandtschaft sehr wahrscheinlich. Die BAUMGARTNER zu MAUR gehörten zum Beamtenadel mit kleinem Grundbesitz, kamen aus Bayern nach Tirol und sind, ohne länger feste Wurzel zu fassen, wieder aus Tirol verschwunden. Lienhart BAUMGARTNER siegelte 1397 und 1398 auf alten Urkunden, der genannte Konrad, Pfleger, wurde 1474 in die Tiroler Adlesmatrikel aufgenommen, Christof-Valentin, wahrscheinlich ein Sohn des Leonhard, war mit Sara von RUNGGER zu RUNGG vermählt (1550 bis 1592). Um 1626 erscheinen die BAUMGARTNER zu MAUR das letzte Mal auf dem Tiroler Landtage. Ein Leonhard von BAUMGARTNER (jun.) nahm die Grundzinse in Schnals (1626 bis 1630) auf. Anna Maria BAUMGARTNER zu MAUR ehelichte den Chrstof von HUEBER, worauf Schloss Maur, an einer alten Wassermauer gegen die Passer zu gelegen, an die HUEBER von MAUR gelangte. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 49 f.
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