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Battaglia von Ponte alto
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Tuesday, 06 March 2007
Die BATTAGLIA stammen aus der gleichnamigen Gemeinde in der Provinz Padua, wanderten von dort in das Venetianische und dann nach Trient, wo Johann-Maria (I.), geboren 22.7.1622, am 3.11.1677 den Adelsstand mit dem Prädikate „von PONTE ALTO“ (Hohenbruck, östlich von Trient, an der Feresina mit dem berühmten Wasserfall) und am 4.1.1702 eine Adelsbestätigung vom Fürstbischofe von Trient, Johann Michael von SPAUR, erlangte.

Johann-Maria (II.), geboren 1.1.1651, Sohn des Johann-Maria (I.), wurde Bürgermeister von Trient, sein Sohn, Dr. jur. Karl Hieronymus, geboren 10.5.1683 in Trient, gestorben 1737, war Konsul in Trient und mit Margarete von CAZUFFI vermählt. Er hatte drei Kinder, Johanna, Franziska-Maria, geboren 1706, gestorben Meran, 8.2.1802, seit 5.7.1737 Gattin des Josef von GASTEIGER, geboren Klausen 23.2.1711, gestorben Meran, 6.4.1770, Richter in Meran und Besitzer des dortigen Hauses Nr. 218, und Vinzenz, geboren 7.8.1722, gestorben vor Oktober 1767, seit 4.11.1749 Gatte der Maria Helene von INDERMAUR geboren Meran, 18.8.1724, gestorben um 1790.

Simon-Dominik von BATTAGLIA, Sohn des Johann Maria (I.), war mit Anna Katharina Gräfin SARACINI vermählt und wurde für seine Verdienste beim Durchmarsche der kaiserlichen Truppen im Jahre 1702 am 5.4.1708 in den Freiherrnstand erhoben, mit dem zusätzlichen Prädikate „von SOPRAMONTE“ (Obernberg). Diese Standeserhebung wurde vom Fürstbischof von Trient, Dominik Anton Grafen THUN, am 28.4.1732 bestätigt.

Hieronymus (I.) Freiherr von BATTAGLIA, Sohn des Simon Dominik, geboren 8.7.1711 in Trient, zog nach Meran, wo er sich am 25.8.1739 mit der reichen Gräfin Maria Helene von MAMMING vermählte. Im Besitze eines großen Vermögens, darunter der Häuser in Meran Nr. 77 und 81, sowie Berglauben Nr. 28, erwarb Hieronymus am 21.4.1745 um 17.760 Gulden die Gerichtsherrschaft Passeier, musste aber bei der Bestellung eines rechtskundigen Richters, bei gleichen Bewerbern, dem einheimischen den Vorzug geben. Er durfte zwar Gerichtsgebühren einheben, aber dafür aus eigenen Mitteln ein Gerichtshaus bauen (in dem am 8.12.1783 der berühmte Tiroler Topograph Dr. Johann Jakob STAFFLER geboren wurde). BATTAGLIA war sehr freigebig und die Passeier waren mit ihm zufrieden, zumal auch der eingesetzte Richter, Johann TSCHÖLL, sehr rechtschaffen war. Als dieser aber im Jahre 1749 starb, schlugen die Passeier drei Einheimische vor; BATTAGLIA sträubte sich dagegen, es kam zu einem kostspieligen Prozess, den die Passeier verloren. Nun wandten sich die Passeier an die Kaiserin Maria Theresia, die nach verwickelten und erbitterten Fehden den Streit am 17.12.1753 dahin entschied, dass zwar die Passeier auf die Ernennung oder den Vorschlag eines Richters entgültig verzichteten, aber BATTAGLIA sich verpflichtete, nur einen Einheimischen zum Richter zu ernennen, was dann in der Folge bei der Bestellung des Johann HOLZKNECHT auch geschah. Nach dem Tode (27.8.1757) seiner Ehegattin wurde Hieronymus Priester, sein Sohn Franz musste die großen Schulden des Vaters bezahlen und die Gerichtsherrschaft Passeier aufgeben. Hieronymus starb um 1764.

Johann Nepomuk-Maria (III.) Sohn des Simon-Dominik, Gatte der Katharina KURZ, hatte zwei Söhne: Hieronymus (II.), geboren Meran 21.12.1783, gestorben 4.4.1846, und Franz, geboren 12.12.1778 in Meran, der sich in Prag am 17.7.1809 vermählte und deshalb alle seine Meraner Besitzungen im Jahre 1809 verkaufte. Er zog nach Böhmen, wo er als pensionierter Major am 30.4.1863 (Prag) starb. Mit Franz Freiherrn von BATTAGLIA verschwindet diese Familie aus Meran und pflanzte sich in Galizien weiter. Franzens Schwester, Maria Aloisia Freiin von BATTAGLIA, geboren 16.3.1780 in Meran, dort gestorben 16.9.1846, war seit 25.4.1808 mit dem Advokaten Dr. Johann Kaspar von MOERL, geboren 2.1.1767 in Eppan, gestorben 17.7.1837 in Meran, vermählt.

QUELLE:
  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 48 f.
 
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