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Goret von Seeburg
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Friday, 18 May 2007
Oswald Goret-Gorra war Handelsmann in Savoyen, erwarb dort ein großes Vermögen und wanderte nach Tirol, wo er sich, um 1520, als Händler in Brixen niederließ und 1544 starb.
Wilhelm von Goret, Sohn des Oswald, erhielt, angeblich 1555, vom Kaiser Karl V. den Adelstand mit dem Prädikate "von Seeburg" und kaufte 1566 den Obergasser-Hof bei Neustift. Seit 1557 besaß er die Seeburg, einen einfachen behäbigen Bau in Kranebitt bei Brixen, so benannt nach einem ehemaligen, zwischen den Schlössern Karakofl und Seeburg gelegenen See.

Hans (I.) Georg Goret von Seeburg, Bruder des Wilhelm, erhielt am 25.5.1577 vom Fb. Christof von Madruzz eine Bestätigung des ihm vom Kaiser verliehenen Adels. In Stufels baute Hans von Goret das alte Armbrust-Lehen um (1591), und nannte es "Neidheim". Er war mit Sidonie von Leopoldt-Schwarzenhorn (gest. 1605) vermählt und starb 1595. Hans (II.) Oswald von Goret, Sohn des Hans (I.), studierte 1591 in Ingolstadt und verkaufte 1612 die Seeburg seinem Schwager Abraham von Anderlan (Kurtatsch).

Sebastian, Sohn des Wilhelm, seit 1584 Gatte der Christine von Geizkofler, Tochter des Uriel von Geizkofler und der Felizitas von Wohlgschaffen, besaß, seit 1581, das Goret-Haus in Brixen, Pfarrplatz 1, eines der bemerkenswertesten Adelshäuser Brixens, mit prächtiger Fassade, bei der sich deutsch-gotische Stilart mit italienischen Renaissance-Motiven mischt. Fb. Johann Thomas von Spar bestätigte am 1.3.1582 dem Sebastian die seinem Vater Wilhelm Goret verliehenen Adelsfreiheiten.

Peter von Goret (Gorra) war Bürger von Innsbruck, erlangte am 2.7.1584 vom Erzherzog Ferdinand II. einen Wappenbrief und besaß in Innsbruck (1612) das Haus Herzog-Friedrich-Straße 25. Die Herren von Goret siegelten mit einem Wappen, das einen geharnischten Löwen mit dem Streitkolben in der Rechten zeigt (1578). Hans (III.) Georg von Goret, Sohn des Hans (I.), besaß das Krapfengut in Vahrn, Hans (IV.), Sohn des Hans (III.), war Forst- und Jägermeister, starb 1676, und war mit Barbara von Söll vermählt. Er besaß, zusammen mit seinem Bruder Karl, den Hubenbauer-Hof und den Lidl-Hof in Vahrn. Hans (V.) Georg von Goret, geb. 1634, Sohn des Hans (IV.), starb 1713, als Hofrichter baute den Untergasser-Hof in Vahrn um und war der Letzte der "Goret von Seeburg", dieser alten Savoyarden.

Eine verlässliche Stammtafel, nur mit Vornamen und Jahreszahlen, enthält Georg von Grabmayrs "Stammtafeln alter Tiroler Familien", S. 35.


QUELLE:

  • Rudolf Granichstaedten-Czerva (1948): "Brixen - Reichsfürstentum und Hofstaat".
 
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