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Lebenberg
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Wednesday, 14 March 2007

Vom Marlinger Berge, hoch ober dem Weiler Tscherms blickt das umfangreiche Schloss Lebenberg stolz in die Talebene von Meran herunter. Hier hausten einst die Ritter LEBENBERG (Löwenberg), die sich früher „von MÄRINGEN“ oder „MARLING“ nannten und mit den Herrn von LANABURG (Leonburg) gleichen Stammes und Wappens waren.

Als ersten begegnen wir Rudolf von MÄRINGEN, wohl der Stammherr der Familie (1236), im Jahre 1277 einen Schwiker (Schweikart), der vom Bischof Bruno von Brixen gefangengenommen wurde. Heinrich von LEBENBERG erscheint 1271 und 1275 als Zeuge; sein Bruder hieß Konrad, der in erster Ehe mit Angelika von LICHTENSTEIN, in zweiter Ehe mit Agnes von WEINECK vermählt (1274). Seine Söhne waren Ulrich, Gatte der Agnes von METZ-SALURN, Lazarus und Konrad (Chunz). Im Jahre 1308 war Bertold (I.) Richter in Ulten, dann dessen Sohn, Bertold (II.), der mit Elisabeth von TSCHENGLS vermählt war und das Schloss Tschenglsburg in Vintschgau besaß. Nun folgte Konrad (1348 bis 1376) und dessen Schwester Gutel von LEBENBERG, Gattin des Bartolomäus von FINK zu KATZENZUNGEN (1376). Im Jahre 1361 finden wir zu Meran Reinhard (Richard) Hiltpold, Nikolin, Ch. (Chunz ?) und B. (Barlmä ?) von LEBENBERG aus einem Notariatsakte (Tirol. Archiv Band I. Regestorben Nr. 2072) und schließlich den reichsten der Familie, Leonhard von LEBENBERG.

Leonhard (Lienhart) von LEBENBERG, geboren um 1350, gestorben 1411, hatte als Geschwister den Bartolomäus, Margarete, Anna, Gudent und Gottfried. Leonhard genoß großes Ansehen und fungierte sehr oft als Schiedsrichter in schwierigen Gemeindestreitigkeiten. Im Jahre 1406 erwarb er pfandweise das Schloss Stein unter Lebenberg bei Marling.  Nach dem Sturze des Hauptmannes an der Etsch, Heinrich von ROTTENBURG, erhielt (1406) Leonhard dieses, mit dem Amte eines Burggrafen von Tirol verbundene Amt; er war Mitglied des „Elephantenbundes“. Er war mit Dorothea von WALDECK, Tochter des Georg von WALDECK, vermählt (1379). Gottfried von LEBENBERG (Labenbergkh) war mit Anna von VILLANDERS vermählt, deren Sohn Petermann war, seit 1395, der Gatte der Klara FUCHS von FUCHSBERG, dann der Margarete von WELSPERG. Er war der letzte Mannesspross der Familie. Petermann einzige Erbtochter, Dorothea, verehelichte sich 1424 mit Wolfahrt von FUCHS (gestorben 1446), Sohn des Christof, worauf Schloss Lebenberg und das Lebenbergsche Wappen an die Herren von FUCHS überging; Petermann war der Letzte der Familie.

Die Ritter von LEBENBERG in Marling sind mit den Rittern von LEBENBERG in Kitzbühel nicht stammesverwandt.

QUELLE:

  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“ (1949) Seite 151f.
 
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