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Labers
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Monday, 12 March 2007

Am Eingang in das romantische Naiftal blickt stolz das Schloss „Labers“, in alter Zeit „Laubers“ genannt, in die Talfläche von Meran. Dort kommt 1077 bis 1082 ein Ulrich von LABERS, im Jahre 1276 Otto von LABERS vor.

Nach dem Aussterben der Familie LABERS im 13. Jahrhundert kam Marquard und dann Christian in den Besitz von „Labers“. Seine Tochter vermählte sich, um 1282, mit Heinrich TOLDE von ANGERHEIM, Marschall von Tirol, Sohn des Bertold, der nunmehr Herr von „Labers“ wurde und sich Heinrich von LABERS nannte. Nach dem Tode seiner ersten Gattin (von Labers) vermählte sich Heinrich mit Gerwig von SCHNALS (gestorben vor 1309), Tochter des Arnold von SCHNALS.

Heinrich von LABERS bekleidete, seit 1278, das Hofamt eines Marschalls von Tirol. Er war seit 1284 Hauptmann in Tenno (bei Arco), seit 1292 Hauptmann in Völkermarkt, war ein hervorragender Diplomat, schloss am 22.1.1322, im Auftrage des Herzogs Otto, den Frieden zu Verona, machte am 7.1.1309 große Schenkungen für das Klarissenkloster in Meran und im Jahre 1313 sein Testament, in dem er alle seine Besitzungen in Latsch, Meran, Schlanders, Göflan und das Schloss „Labers“ verschiedenen Verwandten vermachte. Seine Lebensbeschreibung hat Pater Max STRAGANZ in den „Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols“ 1. Jg. 1904, 1. Heft, Seite 2-4, veröffentlicht. Marschall Heinrich starb am 21.5.1313. Er hatte fünf Kinder: Hedwig, Gattin des Albrecht von VELLENBERG (1341), Elisabeth, Gattin des Arnold von TARANT (1313), Konrad (unehelich), Dymut und Kunigunde (siehe Tiroler Archivberichte Band 2, Regest. Nr. 643, 1353). Die Regesten verwechseln die Generationen und sind daher irrig.

Mit Marschall Heinrich ist das Geschlecht der Herren von LABERS erloschen; Schloss „Labers“ ging auf die Herren von TARANT und dann auf die Herren von AUER über.

QUELLE:

  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 144 f.
 
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