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Der Name KLEINHANS kommt in Tirol nicht selten vor. Die ältesten nachweisbaren Namensträger sind die KLEINHANS von LABERS. Schloss „Labers“ liegt an der südlichen Abdachung des Naiftales, umgeben von herrlichen Weingärten. Es wird als der älteste urkundlich bezeugte Edelsitz in Obermeis bei Meran bezeichnet. Gaudenz von MITTERHOFER, Vormund der minderjährigen Brüder Adam und Abraham KLEINHANS, kaufte für seine Mündel im Jahre 1594 das Schloss „Labers“, das nun 100 Jahre im Besitze der Familie blieb.
Die KLEINHANS stammen aus Latsch bei Schlanders, wo der Bürger Urban KLEINHANS am 24.10.1559 ein Wappenrecht erlangte. Adam und Abraham waren die Söhne des Hans von KLEINHANS, der am 6.8.1582 von Kaiser Rudolf II. in den Adelsstand erhoben wurde und um 1580 das Schloss „Mühlrain“, Gemeinde Latsch, erbaute, von dem seine Söhne auch das Prädikat führten. Adam von KLEINHANS trat 1623 in die marianische Jesuiten-Kongregation in Meran ein und besaß seit 1663 auch das Schloss „Rabland“ bei Partschins. Abraham war Eigentümer (1608-163) des Winkelhofes beim Vintschgauer Tore in Meran. Am 15.2.1605 wurden diese KLEINHANS in die Tiroler Adelsmatrikel eingetragen unter dem alten Namen „Clainhannß“. Hans-Jakob von KLEINHANS war mit Dorothea PRUGGER von GRUENBERG verehelicht. Dorothea von KLEINHANS (gestorben 1727) vermählte sich am 21.5.1670 in Meran mit dem Oberleutnant Ferdinand Ignaz Dominik von KHUEPACH (gestorben 1714) und verkaufte als Witwe im Jahre 1714 das ihr gehörige Schloss „Rundegg“ in Obermais an Bernhard von PARAVICINI (geboren 1666, gestorben 104-jährig, am 29.4.1770 in Obermais). Susanna Rosina von KLEINHANS zu MÜHLRAIN und LABERS, geboren 1667, ehelichte 1685 den Alois Josef FEIGENPUTZ von GRIESEGG (geboren 1659); sie starb am 26.11.1720 in Salurn. Ein Grabstein an der Außenwand der Pfarrkirche in Unter-Mais (1630), ohne Namen, erinnert heute noch an dieses alte Geschlecht. Josef Adam von KLEINHANS verkaufte 1699 das Schloss „Kleinhans“ an Johann Anton BOMBARDI von ZUEGG (gestorben 1705 in Mais). Er starb als letzter Mannessprosse im Jahre 1727 in Latsch, wo sein heraldisch bemerkenswerter Grabstein in der Pfarrkirche zu sehen ist. Von bürgerlichen Namensträgern kennen wir den bekannten Bildhauer Josef Bartlmä KLEINHANS, geboren 22.8.1774 in Nauders als Sohn eines Bäckers, dort am 9.7.1853 gestorben. Seit seinem fünften Lebensjahre blind, lernte er bei Franz Xaver Nißl in Fügen und schnitzte besonders schöne Christus-Figuren. Sein Porträt, von seinem Landsmann Franz Stecher gemalt, ziert die Gemäldegalerie des Museum Ferdinandeum. Bekannt wurde auch der Baumeister Franz KLEINHANS, geboren 12.9.1699 in Unter-Pinswang (bei Reutte), dort gestorben 15.8.1776, der zahlreiche Bauten in Augsburg aufführte. Ferner der Land- und Stadtrichter von Meran (1835-1849), kaiserlicher Rat Dr. Valentin KLEINHANS, geboren im Bregenzerwald, gestorben in Meran im Dezember 1871, und der Stadtphysikus von Meran Dr. Ludwig KLEINHANS, gestorben im November 1879 in Meran. Auch in der Gegend von Reutte sollen KLEINHANS ansässig gewesen sein, so auf dem Edelsitz „Ehrenheim“ und auf dem Schlosse „Schwarzenberg“ (bei Pinswang). Weiters finden wir aus dieser Familie: Hans-Ulrich von KLEINHANS, der mit seinen Brüdern Gabriel und Burkhard am 28.2.1626 den Adelsstand erlangte. Die Schwester des Gabriel, Anna-Katharina war mit Christof Matthias von BURGKLECHNER, Sohn des Historikers Dr. Matthias von BURGKLECHNER (Burgklehner, Burglechner), vermählt. Katharina von KLEINHANS, Gattin des Anton von PLANTA. Maria von KLEINHANS, Gattin (seit 1592) des Thomas von GOLDRAINER (geboren 1568). QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 136 f.
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