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Auf einem vorgeschobenen Felsenkegel, zwischen zerstreuten Gehöften, blickt Schloss „Katzenstein“ auf die Strasse von Bozen, dort, wo sie in das Gebiet von Untermais, zu dem „Katzenstein“ gehört, eintritt, stolz herab. Auf „Katzenstein“ hausten um 1285 Herr Christian von CHAZENSTEIN, ein Sohn des Dietpold von KATZENSTEIN, Dienstmannes der Herren von PETTAU (bei Cilli, 1243). Die KATZENSTEIN waren Dienstmannen der Grafen von Tirol. Im Schlosse befindet sich eine kleine Kapelle zur schmerzhaften Gottesmutter mit einem Heiligkreuz-Altar (seit 1645).
Rudolf (I.) und Dietpold (I.) von KATZENSTEIN, Gebrüder teilten 1347 das Schloss und die Güter. Dietpold war Hauptmann in Livo (bei Cles), Rat des Markgrafen Ludwig von Brandenburg und erhielt im Jahre 1350 die Schlösser „Greifenstein“ und „Hafelberg“ (bei Bozen). Im Jahre 1349 wurden die Brüder mit der Herrschaft „Steinach“ am Brenner und dem Schlosse „Aufenstein“ belehnt. Dietpold starb vor 1350, Rudolf am 21.2.1352 in Brixen, wo er im Pfarrkirchhofe an der nördlichen Wand des Domes bestattet wurde (ältester Grabstein). Rudolf (II.) und sein Bruder Dietpold (II.), Hauptmann von Livo (bei Cles), gestorben um 1372, Söhne des Dietpold (I.), d. i. Theobald, waren Landrichter in Gries bei Bozen (1357) und übertrugen am St. Georgs-Tage des Jahres 1371 dem Fürstbischof von Brixen, Johann von LENZBURG, das Landgericht Steinach um 2.000 Mark, nachdem ihnen die Herzoge Albrecht III. und Leopold III. von Österreich (Brüder) am St. Veits-Tage 1369 diese Übertragung bewilligt hatten. Ihre Schwester Anna von KATZENSTEIN war (um 1360) mit Mannhelm von AUERSPERG (gestorben 1385) vermählt. Im Wappen führten die KATZENSTEIN eine „springende Katze“. Im Jahre 1368 finden wir auf einer Urkunde einen Salomon von KATZENSTEIN, um 1440 ist das Geschlecht in Tirol mit Christof von KATZENSTEIN erloschen. Benigna von KATZENSTEIN war mit Urlich von STACHLBURG (1336-1428) vermählt. Die Südtiroler KATZENSTEIN dürfen mit den KATZENSTEIN, die auf ihren Burgen in Vigaun (Krain), Schönstein (Steiermark) und den KATZENSTEIN, die sich mit der Familie GLAUNACH (Kärnten, Johann Baptist von KATZENSTEIN, der Letzte einer am 15.7.1569 mit einem Wappen und am 23.8.1593 mit dem Adelsstande ausgezeichneten Familie, Vater der um 1690 mit Ulrich GLAUNACH vermählten Elisabeth von KATZENSTEIN), usw. nicht verwechselt werden. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 134 f.
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