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Die HULS (Hülsen, Hulz) waren ursprünglich Schildbürger und Dienstleute des Fürstbischofs von Bamberg. Ihre Versippung mit der Tiroler Familie von LÖFFELHOLZ in Vahrn bei Brixen zog sie um 1500 nach Brixen. Hans d. Ältere HULS war Stadtschreiber in Brixen, starb dort 1565 und hinterließ eine wertvolle alte juristische Fachbücherei, darunter ein Stück der Tiroler Landesordnung 1532. Er siegelte am 28.9.1555 mit dem HULS'schen Wappen (Stieglitz mit gekrönter Schlange).
Hans d. Jüngere von HULS, geboren um 1535, war Gerichtsschreiber in Gufidaun (1571), dann (1572) fürstbischöflicher Hof-Sekretär und Stadtrichter in Brixen. In Gufidaun "zu Platz am Berg" besaß er den Edelsitz "Hulz". In der Stube sieht man heute noch die Initialien "1560 H. H." und "1594 W. H." (Wolfgang HULS). Am 8.10.1578 verlieh Kaiser Rudolf II. dem Dr. Achaz HULS in Bamberg und dem Hans HULS, Stadtrichter in Brixen, und deren Vettern den Reichsadelstand. Wolfgang Christof von HULS d. Ältere, fürstbischöflicher Hofrat, war mit Susanne GIENGER von GRIENBÜHEL, Tochter des Leonhard von GIENGER und der Susanna MORNAUER, vermählt und hatte mit ihr fünf Kinder: Wolfgang d. Jüngeren, Christof, Susanna, Maria Elisabeth (Gattin des Nikolaus MAYR von FREISING) und Johanna Barbara. Sein Bruder Heinrich HULS, fürstbischöflicher Rat, besaß 1600 das Zeffergut (Rindlhof) in Milland. Er war mit Magdalena von MÖRL (gestorben 1630), Tochter des Hans von MÖRL, verehelicht. Felizitas von HULS (gestorben 1630), vermutlich eine Tochter des Heinrich, ehelichte den Dr. med. et phil. Peter Anton RONCHATUS von RINDLHOF, fürstbischöflicher Leibarzt und Rat (Grabstein 1621 in Milland), der den "Rindlhof" erbte und danach das Prädikat führte. Wolfgang HULS d. Jüngere (gestorben 1620), war fürstbischöflicher Rat und mit Rosina von HALBSLEBEN (gestorben 1644), Tochter des Unterhofmarschalls des Fürstbischofs von Brixen Hans von HALBSLEBEN (gestorben 1575), vermählt. Sie war die Letzte ihres Namens. Durch sie erwarb Wolfgang HULS die großen Halbsleben'schen Lehen (1580) und wurde hiedurch sehr reich. Er war Doktor der Rechte und fürstbischöflicher Hof-Sekretär; Johanna von HULS (gestorben 1621), einzige Tochter Wolfgang d. Jüngeren, vermählte sich mit Georg von ENZENBERG (gestorben 1654). Ihre Grabsteine sind heute noch in der Stadtpfarrkirche zu Brixen zu sehen. Eine Margarete von HULS war ebenfalls mit einem Herren von ENZENBERG vermählt (Grabstein in Sterzing). Ferdinand von HULS, Stadtrichter von Klausen, starb als der Letzte dieser Familie im Jahre 1682. Seine Ehewirtin war Anna Barbara KRAUSS von SALA, Tochter des Johann Georg von KRAUß und der Maria Salome LECHNER. Ein Friedrich von HULS war 1565 Richter in Niedervintl, eine Anna von HULS war die Gattin des Oswald von EPPANER. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - "BRIXEN - Reichsfürstentum und Hofstaat", Wien 1948, Seite 200.
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