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Hueber zu Maur
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Monday, 12 March 2007

An der Feldmarkierung zwischen Ober- und Unter-Mais trat einst aus dem Grün der Weingärten das niedliche Schloss „Maur“ hervor. Es besaß eine schöne Hauskapelle mit altdeutschem Altar. Jetzt steht an der Stelle des Edelsitzes das „Palast-Hotel“.

„Maur“ stand um 1230 im Besitze der Herren von MAUR, von denen wir aber nur Albereo MAUR (1325), dessen Sohn Gaudenz-Ribold MAUR (1340) und Lienhard MAUR kennen.

Von den Herren von MAUR kam das Schloss an die Herren PAUMGARTNER (Baumgartner) von MAUR. In Brixen lebte eine Linie als „Baumgartner von Palbit“ fort (bis 1680). Eine andere Linie der PAUMGARTNER zog nach Bruneck. Auch diese Linie siegelte mit dem dürren Baumstrunk im Wappenschilde. Die Erbtochter, Anna Maria BAUMGARTNER von MAUR, ehelichte den Christof von HUEBER, worauf Schloss „Maur“ an die HUEBER kam.

Von der Familie HUEBER erhielt Kaspar (I.), Bürger und Lampl-Wirt in Bruneck, im Jahre 1548 vom Kaiser Karl V. einen Wappenbrief. Sein Sohn, Christof (I.), Gatte der Felizitas von SÖLL, starb 1576. Von seinen drei Söhnen ehelichte Christof (II.), wie erwähnt, im Jahre 1580 die Anna Maria PAUMGARTNER von MAUR und wurde im Jahre 1594 Herr von „Maur“ und „Gratschberg“ (Wohnturm im Dorf Tirol).

Kaspar (II.) wurde 1581 Gatte der Katharina ATZWANGER, Bartlmä Gemahl der Maria SOYER. Alle drei Brüder erhielten am 9.10.1584 vom Erzherzog Ferdinand II. den Adelsstand. Bartlmä starb 1601.

Von Christof (II.) von HUEBER stammt die einfach-adelige Linie der HEUBER von MAUR, deren ausführliche Genealogie (in 10 Generationen) bis auf Alexander von HUEBER (geboren 24.4.1829) das „Genealogische Taschenbuch der Adeligen Häuser“, 19. Jg., 1884, Seite 268, enthält.

Von Kaspar (II.) von HUEBER stammt die Brunecker Linie der HUEBER zu MAUR, die wir bis auf einen Konrad (1332) zurückverfolgen können und deren Stammtafel sich in Georg von GRABMAYRs „Stammtafeln alter Tiroler Familien“ (Seite 52) befindet. Diese Linie erlosch mit Maria HUEBER von MAUR (geboren 1626, gestorben 1694), die seit 1643 Gattin des Andreas WENZL von STERNBACH war.

Die Schösser „Mauren“ (St. Lorenzen bei Bruneck) und „Maur“ (Untermais) dürfen nicht verwechselt werden.

Von Bartlmä von HUEBER, der 1615 Kellner von Meran, Rat des Kaisers Matthias (1618) und Landschreiber an der Etsch war, stammt die freiherrliche Linie der HUEBER von MAUR. Bartlmä’s Enkel, Johann-Franz HUEBER von MAUR, Sohn des Benedikt, Herr von Schloss „Maur“, war Rechtsgelehrter, Staatsbeamter, Gatte der Margarete PLANTA von WILDENBERG wurde am 1.4.1699 in den Freiherrenstand mit dem alten Hueberschen Wappen erhoben.
Er hatte drei Söhne, Benedikt, Philipp-Jakob und Johann-Gottfried.

Johann-Gottfried Freiherr von HUEBER, Sohn des Johann Franz, war Hofkavalier des Fürstbischofs Sigmund von Augsburg und mit Johanna Magdalena Gräfin MOHR vermählt.

Sein Sohn Franz Philipp war der Ehemann der Christine Agnes Gräfin FREYEN von SEYBOLTSTORFF.

Deren Sohn, Wilhelm-Adam Freiherr von HUEBER vermählte sich mit Anselmina Freifrau REICHLIN von MELDEGG.

Alexander, geboren 18.7.1759, Sohn des Wilhelm-Adam Baron HUEBER, war bayerischer Major und Kämmerer und starb als letzter Mannesspross der HUEBER von MAUR am 21.4.1825 in Burghausen (Oberbayern). Seine Schwester Karolina wurde die Ehegattin des Ferdinand Freiherrn von RISENFELS.

QUELLE:

  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 130 f.
 
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