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Schichhof
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Monday, 12 May 2008

Schichhof, einst Zichow, ein zur Gemeinde Meronitz im Amtsbezirke Teplitz gehöriges Dorf, hat schon in der ersten Hälfte einem darnach sich nennenden Adelsgeschlechte zum Sitze gedient; doch scheinen gleichzeitig zwei wappenverschiedene Familien daselbst seßhaft gewesen zu sein. Stup VON SICHOW, Burggraf zu Nürnberg (1358-1360) nämlich, führte nach dem Aufsatze von A. Pfaundler "Studien zur nordböhmischen Specialgeschichte" (S. 29-31), einen nach rechts schreitenden Ochsen im Wappen, während andere Ritter VON SICHOW gleich denen VON MÜNITZ, TRZIBLITZ und PRIESEN sich eines Rades als Geschlechtszeichens bedienten, wenn auch die Form dieser Wappenfigur zwischen 4 bis 8 Spitzen abwechselte. Auch die Annahme, Stup habe sein Geschlechtswappen aus irgend einer Ursache geändert, ist zu jener Zeit, wie aus analogen Beispielen erhellt (z. B. bei denen VON HIRSCHSTEIN) noch gestattet. Ein goldenes Mühlrad mit 8 Speichen im blauen Felde hatten die Ritter VON ROZIDIALOWITZ im Wappen; die HOSCHEK VON MÜHLHEIM hatten in der linken Hälfte ihres Wappenschildes ein Mühlrad; dasselbe war auch das Wappenzeichen der ODERSKY VON LIDERZOW, der KOTZ VON DOBRSCH u. a. Die Ritter VON SCHÖNHOF dagegen gehörten einer anderen, ebenfalls im Saazer Kreise sehr verbreiteten Sippe an, welche in einem gespaltenen Schilde einen halben Adler und drei Schrägbalken führte; namentlich zählten zu derselben auch die Edlen VON ERTIN, LUBAU, PUSCHWITZ, SOBIESACK, MALIKOWITZ, GROSCHAU u. a.


Wappen (Schichhof):

Ein goldenes Rad in Blau (?).

Image

Wappen (Schönhof):

Gespalten, vorne drei (auch vier) Schrägebalken, hinten ein halber Adler (Tinkturen nicht bekannt).

QUELLE:

  • BERNAU, Friedrich - "Alte Adelsgeschlechter in Deutschböhmen ("Deutschböhmens Adelshalle")". Orts-und Familienchroniken aus den Ländern der Böhmischen Krone, Band III, Universitätsbuchhandlung Prag, 1903.
 
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