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Die HALBSLEBEN haben schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts am fürstbischöflichen Hofe zu Brixen eine Rolle gespielt. Ihr Name kommt jedoch nicht vom "halben Löwen", sondern, nach der Meinung des Brixner Forschers Dr. Mader, von einem scheintot geborenen Kinde, von dem die Eltern sagten, es habe nur ein halbes Leben.
Als Ahnherr wird Heinrich von OFEN zu Stufels, genannt "HALBSLEBEN" (Halbsleben), bezeichnet, der als Bürger und Amtmann des Domkapitels in Brixen um 1275 auf Urkunden erscheint. Seine Kinder waren Heinrich von STULFES, fürstbischöflicher Notar, Domherr und Stadtpfarrer in Brixen, gestoren 13.1.1340, Albert (Aeblin) 1309, Nikolaus, Kapiteloffizial in Brixen und Konrad HALBSLEBEN. Der uns vorliegende, von Dr. Karl Ausserer zusammengestellten, Stammtafel der HALBSLEBEN (veröffentlicht im Heft 9 der "Schlern-Schriften", Innsburck, 1925, Seite 56, ergänzt durch einen Nachtrag in der Zeitschrift "Der Schlern", Jg. 1926, Seite 453) entnehmen wir dass Johann (1330-1351) und Jakob (1378-1381) Bürger von Brixen waren. Albert (1349-1413), Heinrich (1434) und Ulrich (1425-1444), wirkten als Stadtrichter von Brixen, Ulrich war auch Hauptmann von Säben und der bedeutendste der Familie. Die HALBSLEBEN waren versippt mit den Edelgeschlechtern der von KESTLAN, von GERHART-KESTLAN, von EGKER-KESTLAN, von KIRCHMAYR-RAGEN, von JÖCHL, von VINTLER, von TSCHÖTSCH, von SÖLL-TEISSEGG, von TALHAMMER, von PAUMGARTNER, von LODRON, von GALL, von SPAUR, usw. Johann Thomas von HALBSLEBEN (gestorben 1572), Gemahl der Sofie von VINTLER (gestorben 1574), war der letzte Mannesspross. Seine Base Rosina (gestorben 1644), Tochter des Hans von HALBSLEBEN (gestorben 1575), fürstbischöflich-brixnerischen Unter-Hof-Marschalls, und der Barbara von MEZNER-RUNKELSTEIN, wurde die Erbin der Halbslebenschen Lehen, die sie ihrem Gatten Dr. Wolfgang von HULS, fürstbischöflicher Hofsekretär, gestorben um 1620, in die Ehe einbrachte. Mit Rosina starb das Geschlecht der Halbsleben auch in weiblicher Linie aus (1644). Rosinas Tochter, Johanna von HULS (1621), ehelichte den Georg von ENZENBERG (gestorben 1654), worauf die Halbslebenschen Güter in den Besitz der ENZENBERG gelangten. Am 18.4.1555 sollen die HALBSLEBEN geadelt worden sein. Sie führten im Wappen in einem Dreiecksschilde das Brixner Lamm mit der Osterfahne (1309, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien). QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - "BRIXEN - Reichsfürstentum und Hofstaat", Wien 1948, Seite 184.
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