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Nordöstlich von Innichen, auf einem Hügel am Kranzhof zu Innichberg, am linken Ufer der Drau, soll zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Burg "Habersberg" gestanden sein, wohl eine Schutzburg für die Herrschaft Innichen. Im Jahre 1251 erscheint in Innichen ein Kanonikus Heinrich von HABERSBERG, Sohn des Ekkehard, und 1259 ein Marquard, Sohn des Heidenreich von HABERSBERG, seit etwa 1281 Dekan von Innichen, ein ebenso reicher wie wohltätiger Mann; er starb in Innichen am 13.3.1301. Im Jahre 1348 wird Konrad von VILLANDERS sogar "Burggraf" von "Habersberg" (soviel wie Pfleger), auf Grund eines Reverses des Grafen Heinrich von Görz. Ein Andreas von HABERSBERG, Gatte der Elisabeth von REISACH, war 1342 Kastner in Innichen, wo er 1350 starb. Sein Sohn war Hans, seine Tochter Zäzilie hatte Kunz (Konrad) von VÖLSECK seit 1367 zum Gatten, die anderen Töchter hießen Margarete und Anna. Um 1370 scheint das Schloss "Habersberg" zerstört worden zu sein.
Um 1473 finden wir in Brixen einen Bürger und Stadtrichter Peter HABERLE, und 1493, in gleicher Eigenschaft einen Hans LABING-HABERLE, auch HÄBERLEIN genannt. Stefan HABERLE von HABERSBERG, geboren in Innichen, siegelte am 25.10.1546 mit dem gleichen Wappen wie der vorgenannte Hans LABING-HABERLE, muss also dessen Nachkomme gewesen sein. Er wurde Priester, soll jedoch vorher mit Klara von ENGLMOR-AUFKIRCHEN vermählt gewesen sein, nach deren frühen Tode er sich von der Welt abwandte. Er wurde 1554 vom Papste zum Chorherrn und am 13.4.1558 zum Propst von Innichen gewählt, war 1562-1582 Haushofmeister des Bischofs von Brixen, Kardinals Christof von MADRUZZ (1561). Er starb am 23.2.1580 in Brixen, wo er auch Benefiziat zu St. Katharina in Runggad war. Balthasar der Ältere, Sohn des Stefan von HABERLE, erhielt mit seinem Bruder Hans vom Kaiser Max II. im Jahre 1572 den Adelstand mit dem Prädikate "von Habersberg und Palbit" (Löwe im Wappen). Er war fürstbischöflicher Rat, hatte die Pflegschaft Schöneck (Pustertal) inne (1587-1611) und war mit Susanna von THUMB-FERKLEHEN, Tochter des Hauptmannes Andreas von THUMB, verehelicht. Im Jahre 1611 starb Balthasar auf seinem Edelsitz "Palbit" (Brixner Viertel Pinzagen). Von seinen Söhnen war Balthasar der Jüngere mit Sidonie von GORET zu SEBURG (geboren um 1565) vermählt, der zweite Sohn Andreas HABERLE von HABERSBERG starb um 1656, der dritte Sohn Chrysostomus HABERLE von HABERSBERG (geboren Schöneck 1605), war Pfarrer in Olang und wurde dort 1656 Neustifter Chorherr, Professor der Philosophie und starb am 4.11.1675 in Gries bei Bozen, wo er von 1657 bis 1671 vom Papste Alexander VII. ernannter Propst war. Von weiblichen Mitgliedern dieser alten Pustertaler Familie kennen wir noch Anna von HABERLE, Witwe des Jakob von Voglmayr, seit 1509 Gattin des Marx von ELSÄSSER-GRÜNEWALD (gestoren 1596), und Sidonie von HABERLE, Gattin (Bozen 1618) des Jakob von FRANZIN (geboren 1594, gestorben 1622). QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA, Rudolf - "BRIXEN - Reichsfürstentum und Hofstaat", Wien 1948, Seite 182 f.
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