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Grueber von Zurglburg
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Thursday, 08 March 2007

In Lana bei Meran steht ein altes Herrenhaus, ursprünglich „Zagl“, im 18. Jahrhundert „Zurgl“ benannt. Es wird schon 1316 erwähnt und stand frühzeitig im Besitze der Herren PARTH von AMPASSEGG. Aus dieser Familie ehelichte Helene von PARTH (geboren 1649, gestorben 1711), Tochter des Hildebrand von PARTH und der Maria Schmid de FABRIS, um 1670 den Martin GRUEBER und brachte ihm den Ansitz „Zurglburg“ in die Ehe. Der Name „Zürgl“ rührt von den vielen Zürglbäumen (celtis austrialis) her, die um die Burg herum wachsen.

Die GRUEBER sind ein altes Ultener Geschlecht. Die drei Söhne des Stammvaters, Paul GRUEBER, namens Hans, Valtin und August GRUEBER in Tscherms wurden am 9.3.1621 wappenfähig. Eine kleine Stammtafel, veröffentlicht von Dr. Georg von GRABMAYR in seinen „Stammtafeln alter Tiroler Familien“ (Seite 39), auf die wir hier verweisen, gibt uns die Stammfolge der GRUEBER bekannt.

Der früher erwähnte Martin von GRUEBER war Gerichtsschreiber in Lana und dann in Stein am Ritten, und erlangte am 11.8.1677 den Adelsstand mit dem Prädikate „von Zurglburg“ nach seinem Ansitz in Lana. Er starb im jahre 1688.
Franz Anton von GRUEBER, Sohn des Martin von GRUEBER, ehelichte 1698 die Anna Johanna von SAGBURG. Seine Schwester, Anna Maria, geboren 1674, gestorben 1723, war in erster Ehe (1697) mit Dr. Franz Paul von BERNHARD, in zweiter Ehe (1711) mit Karl Ludwig ATZWANGER vermählt. Eine andere Schwester, Maria Theresia, starb ledig.

Franz Anton von GRUEBER wurde am 29.1.1722 Inwohner in Bozen. Sein Sohn, Martin-Karl GRUEBER (geboren 1707, gestorben 1744), vermählte sich 1727 mit Maria Eleonore STRELE. Von seinem Sohne Josef-Bartlmä (geboren 1738, gestorben 1803), Gatten (1758) der Maria Anna RIML, stammte Pater Philibert GRUEBER von ZURGLBURG, der am 8.3.1761 auf der „Zurglburg“ das Licht der Welt erblickte. Er wurde Franziskaner-Ordens-Priester und widmete sich mit großem Fleisse den Wissenschaften. Aber die Anstrengungen als Professor der Rhetorik am Gymnasium zu Bozen und die vielen Nachtstudien griffen nur zu blad die schwache Brust des jungen Mannes an. Kaum 38-jährig, starb er am 11.8.1799 in Bozen. Neben kleineren theologischen Schriften verfasste er das achtbändige Werk „philosophie der Ältesten“ (Plato, Hl. Augustin).

Die Familie GRUEBER von ZURGLBURG blühte noch im 19. Jahrhundert um 1840 starb auf der „Zurglburg“ die Mutter des Karl Martin von GRUEBER, worauf die Zurglburg in fremde Hände überging.

QUELLE:

  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 98.
 
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