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Am nördlichen Rande von Obermais, einem Punkte, der an romantischer Schönheit fast alle anderen übertrifft, stand einst das große Schloss „Greifen“. Hundertjähriger Efeu kriecht überall an den morschen Wänden der hochaufstrebenden grauen Mauern empor. Das Schloss war die Stammburg der Edlen von GREIFFEN (Gryfo, Gryffo, Greif).
Ulrich von GREIFF war in erster Ehe mit Katharina von SUPPAN vermählt, zog um 1284 nach Mais und erbaute dort den Wohnturm „Greifen“. In zweiter Ehe heiratete er, um 1316, Gertrude von WERBERG. Seine Brüder Sigmund und Rüdiger GREIFF besaßen um 1300 den Wohnturm „Goldegg“ in Lana, seine Schwester Ottilie von GREIFF war die Gattin des Christian von BRAUNSBERG. Ulrichs Sohn, Jakob von GREIFF, Gatte der Methildis, wird um 1323 bis 1361 auf Urkunden in Lana genannt; er stand zur Zeit der Regentin Margarete Maultasch unter dem einflussreichsten Adel des Burggrafenamtes. Johann von GREIFF, Gatte der Adelheid MARKL, stellte sich auf die Seite des Königs Heinrich von Böhmen und zerstörte in dessen Auftrag die Festung „Aufenstein“ des aufrührerischen Heinrich von ROTTENBURG; Johann von GREIFF starb um 1380. Er hatte drei Söhne: Leonhard, Konrad, der das Schloss „Greifen“ (auch „Greifenheim“ benannt) innehatte, und Gebhard. Gebhard von GREIFF war mit Ottilie von GREINEGG, der letzten ihrer Familie, Erbin des Ansitzes „Greinegg“ (in Tisens), verehelicht, den sie ihrem Gatten um 1388 in die Ehe brachte, worauf „Greinegg“ in „Greifenegg“ umbenannt wurde. Er war der Letzte der Edlen von GREIFF und starb um 1399. Schloss Greifen ging an die Herren von ST.VALENTIN und später (1625) an die Ritter von PLANTA über, worauf es auch Schloss „Planta“ genannt wurde. In genealogischen Werken finden wir auch noch einen Nikolaus von GREIFF (1367) und dessen Schwester Adelheid, Gattin des Heinrich von PERCHTINGER von HOHENBURG. QUELLE: - GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 96.
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