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Grafinger von Seissenegg
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Thursday, 08 March 2007

Von der Familie der GRAFINGER, die aus Landshut oder aus Grafing, östlich von München, stammen sollen, kam Hans GRAFINGER nach Tirol und heiratete Katharina RÖMER von MARETSCH, Tochter des Andreas von RÖMER, Witwe des Christof von ZWINGENSTEIN.

Dieser Christof von ZWINGENSTEIN besaß seit 1473 das Schloss „Salegg“, Gemeinde Seis am Schlern. Nach seinem Tode erbte sein Sohn Hans von ZWINGENSTEIN das Schloss, verkaufte es aber im Jahre 1521 seinem Stiefvater Hans von GRAFINGER war seit 1522 Unterhauptmann von Säben, Landrichter von Sterzing und Pfleger von Altrasen. Er wurde 1524 in die Tiroler Adelsmatrikel aufgenommen und starb 1532.

Sein Bruder, Wilhelm von GRAFINGER, war Hofrichter in Sonnenburg und wurde am 17.3.1581 in den Adelsstand erhoben. Sein Urenkel, Hans, geboren 1593, gestorben 1664, war kaiserlicher Rat und vermählte sich mit Helene TÄNDL von HELMSTORFF. Er erwarb 1634 den Ansitz „Seissenegg“ in Meran am Steinachplatz (Nr. 8) an der Ecke der „Platte“ und nannte sich fortab „Grafinger von Seissenegg“. Sein Bruder Jakob von GRAFINGER, geboren Seissenegg 1591, war vom 20.5.1640 bis 1.5.1653 Abt von Marienberg (bei Schlinig) und starb dort 1653.

Mit Zacharias-Baltasar GRAFINGER von SEISSENEGG, einem „unweltläufigen“ Sohn des Christof Franz von GRAFINGER (geboren 1640, gestorben 1704), der in Bozen 1726 starb, erlosch das Geschlecht der GRAFINGER von SALEGG im Mannesstamme.

Eine Stammtafel der Herren von GRAFINGER bringt Georg von GRABMAYR in seinen „Stammtafeln alter Tiroler Familien“, Seite 36.

QUELLE:

  • GRANICHSTAEDTEN-CZERVA Rudolf - „MERAN – Burggrafen und Burgherren“, 1949, Seite 95 f.
 
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