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Grabmayr - Stammtafeln alter Tiroler Familien
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Wednesday, 02 April 2008
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Grabmayr - Stammtafeln alter Tiroler Familien
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Zeichen und Abkürzungen

Stammtafeln alter Tiroler Familien - GEORG von GRABMAYR

Die folgenden Stammtafeln und -fragmente gründen sich in der Hauptsache auf die Verfach-, Protokoll- und Kundschaftsbücher alttirolischer Gerichte; diese Bücher reichen für viele Gerichte mehr oder weniger weit ins 16. Jahrhundert zurück. Außerdem wurden zum Teile durchforscht die sogenannten Landeshauptmannschaftsakten, d. s. die Akten des Adelsgerichtes beim Landeshauptmann an der Etsch, von denen aber aus dem 16. und dem Anfang des 17. Jahrhunderts nur mehr wenige vorhanden sind, dann die Tiroler und die Brixener Lehenbücher, die Serie der "Bekennen"-Bücher (Beamten-Ernennungen, Darlehen an die landesfürstliche Kammer und dergleichen), die Zivilprozeßakten II. Instanz und die besondere Fälle verschiedene andere Archivalien (siehe "Geschichte und Bestände des staatlichen Archives zu Innsbruck" von O. Stolz, Wien 1938, A. Holzhausen, und "Die Archive Deutsch-Südtirols" von Leo Santifaller, Tiroler Heimat 1930, S. 149, Tyrolia, Innsbruck, Wien, München).
Selbstverständlich wurden auch Kirchenbücher in die Hand genommen, es wurde jedoch nicht jedes Pfarramt aufgesucht und nicht allen Matrikenfällen nachgegangen. Dafür wurde die allerdings noch recht lückenhafte Sammlung von Matrikenauszügen in der Kanzlei der Tiroler Adelsmatrikel-Genossenschaft benützt.

Die Lehensdaten aus der Zeit, für die Matriken-Aufzeichnungen nicht vorhanden sind, gründen sich für Geburten und Eheschließungen auf Kundschaftsaussagen und Heiratsabreden, für Todesfälle auf die nachfolgende gerichtliche Handlung (Gerhab-Bestellung, Testamentseröffnung, Erben-Zulassung, Inventur, Entrichtung der Witwe, Erbteilung). Diese Quellen vermitteln aber nicht die Kenntnis des genauen, sondern nur des ungefähren Zeitpunktes des Falles und aus diesem und dem weiteren Grunde, daß die Angabe von Tag und Monat, sofern bekannt, in vielen Fällen den verfügbaren Raum auf den Tafeln überschreiten würde, werden die Lebensdaten nur in Jahreszahlen gebracht.

Die Reihung der Kinder erfolgte von links nach rechts in der Reihenfolge ihrer Geburt, soweit diese bekannt; Strichpunkte in der Reihe der Kinder trennen Halbgeschwister.

Wo Taufnamen gekürzt erscheinen, z.B. Barba = Barbara, Dora = Dorothea, Elsa = Elisabeth, Katha = Katharina, Magda = Magdalena, ist dies lediglich auf Raummangel zurückzuführen.

Der Anhang jeder Stammfolge wurde zeitlich soweit verlegt, als die eingangs erwähnten Quellen dies ermöglichten; behandelt wurden in der Regel nur die frühen Generationen, während die Bearbeitung auch des 18. und 19. Jahrhunderts, um zu einem weinigstens vorläufigen Arbeitsende zu kommen, sich auf einzelne Familien beschränken mußte.

Die Daten über die Wappen- und Adelsverleihungen stammen aus dem Adelsarchiv des ehemaligen k. k. Ministeriums des Innern in Wien, und zwar teils unmittelbar, teils mittelbar über Hugo v. Goldegg's Tiroler Wappenbücher (Manuskript, Matrikelarchiv Innsbruck).

NICHT verwertet als Quellen wurden das "Bozner Geschlechterbuch", eine Sammlung von Nachfahrentafeln aus der Zeit von 1770 (Jahrbuch, Bozen, 1936, Athesia) und die Stammtafeln des Stefan von Mayrhofen, 1751-1848 (Manuskript, Landesmuseum Innsbruck); die vorliegende Arbeit möchte vielmehr diese Werke ergänzen und in manchen Angaben berichtigen.

 

Innsbruck, im Februar 1940

Georg von Grabmayr

QUELLE:

  • GRABMAYER, Georg v. - "Stammtafeln alter Tiroler Famlien", Schlern-Schriften, Bd. 48, Innsbruck, 1940.


 
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