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(Schreiber) v. Schreibern zu Schwanenhausen
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Wednesday, 27 February 2008

Dieses Geschlecht hat mit dem in Siebmacher „Kärntner Adel“ genannten gleichnamigen Kärntner Geschlechte wohl nichts gemein. Aus dem Nobilitierungsakte, bzw. dem Gesuche mit seinen Beilagen ergibt sich folgende Filiation:

1 (0) Sebastian, erzherzoglicher Türhüter, erhält 1485 von Erzherzog Sigmund ein Haus in der Badgasse zu Innsbruck zum Geschenk und gilt als Stammvater der „Innsbrucker Linie“; seine Frau war Anna Barbara HECLIN, durch die er mit den Murnauer, Genger, Zott usw. verschwägert war.

2 (1) Friedrich

3 (2) Thomas, erzherzoglicher Lichtkämmerer, Urkunde über ihn 14.8.1524.

4 (3) Georg, erzherzoglicher Mundkoch, Urkunde über ihn 17.11.1545.

5 (4) Hans, er erhält 16.7.1640 vom Comes palatinus Johann Georg MITWEISER ein Wappen: stehender silberner Schwan mit einer Feder im Schnabel auf grünem Dreiberge in Rot. – Decken und Wulst: rot-weiß. – Kleinod: Der Schwan mit der Feder.

6 (5) Mathäus, geb. 23.8.1645 in Innsbruck, dient seit 1677 und ist seit 1692 Hofkammer-Buchhalter; er kauft 29.8.1695 die Kirchmayrsche Behausung in Innsbruck, heiratet zu Wilten 18.10.1683 die Anna Barbara STÖPP, gest. 5.10.1707.

7 (6) Anton Ferdinand, geb. 14.10.1695 in Innsbruck, dient seit 1716 als Hofkammerregistrator und kaiserlicher Rat, wird am 20.9.1735 geadelt mit Wappenbesserung, gest. 20.7.1752, verm. mit Maria Anna Regina HASLMAYR, gest. 1766.

8 (6) Johann Josef, geb. 4.7.1693.

9 (6) Franz Ferdinand, geb. 1688.

10 (7) Maria Anna Franziska, geb. Innsbruck 15.1.1723, verm. mit Franz Karl LEIß von LAIMBURG.

11 (7) Josef Franz.

12 (7) Johann Nepomuk

13 (7) Ignaz Karl, scheint Deszendenz gehabt zu haben.

14 (7) Maria Anna Katharina, geb. 24.11.1724, verm. mit Anton KOLB von KOLBENTHURM.

15 (12) Franz.

16 (12) Johanna.

Diese Genealogie, welche bis auf den Adelserwerber herab in einem dem Nobilitierungsgesuche beiliegenden Stammbaume gegeben ist, stimmt gewiss nicht. Nach den Verfachbüchern und Kirchenmatriken war Mathäus allerdings Sohn eines Hans, Bürgers in Innsbruck (geb. 14.6.1618, gest. 10.3.1683, Verlass vom 6.5.1688, Testament vom 20.8.1663) und der mit ihm 24.10.1644 getrauten Christine ENZENPERGER (des Mathias Schwester Maria war vermählt mit dem Hof-Goldschmied Benedikt FRIES);  dieser Hans aber war Sohn eines anderen Hans, Inwohner in Innsbruck, und der Barbara AMPFINGER, gest. 7.2.1646, und Bruder von Christoph, geb. 1633, Philipp Jakob, geb. 1629, Balthasar, geb. 1623, gest. 1650, und Tobias, geb. 1620. Ob dieser ältere Hans Sohn des Mundkochs Georg war, habe ich nicht ermitteln können. Das Geschlecht soll noch blühen.

Die in Siebmacher für die Tiroler SCHREIBER angegebene Verleihung des Schwanenwappens an einen Kaspar (1609) habe ich nirgends bestätigt gefunden.

Der als Bürgermeister von Innsbruck 1693 und 1698 erscheinende Sebastian SCHREIBER stammt laut „Bürgerbuchs“ aus Reutte und erlangte erst 1664 zu Innsbruck das Bürgerrecht; er dürfte mit den obigen kaum in genealogischen Zusammenhange stehen.

QUELLE:

  • SCHULLERN-SCHRATTENHOFEN Hermann v. – „Daten über einige Geschlechter des tirolischen Adels“ – Monatsblatt Herald. Gesell. „ADLER“-Wien, Bd. VII , S.24-28 u.31-33.
 
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