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Thursday, 08 March 2007 |
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- Berthold WALDSTEIN-WARTENBERG - Der Adel der österreichischen Monarchie setzte sich entsprechend der zahlreichen Völker und historischen Staatsgebilde, die nach 1804 das Kaisertum Österreich bildeten, aus den verschiedensten Elementen zusammen. Die unterschiedliche Herkunft machte auch differenzierte Standesbegriffe notwendig, die zu vereinheitlichen sich die seit Josef II. zentralistische Regierung bemühte. Neben dem Adel der einzelnen Kronländer gab es noch den Reichsadel, der mit Ausnahme von Ungarn in allen Ländern vorhanden war. Die Bemühungen zur Schaffung eines einheitlichen Adelsrechtes sollen hier dargestellt werden, wobei jedoch nur die cisleithanische Reichshälfte, d. h. die nach 1867 im „Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder" mit Einschluß der Lombardei behandelt werden sollen, da für die ungarische Reichshälfte archivalische Forschungen in Budapest notwendig wären [1]. |
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Thursday, 08 March 2007 |
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Die fünf Brüder, Hans, Konrad (Kunz), 1463 Schloßhauptmann von Trient, Hartmann, 1461 Schloßhauptmann von Salurn, Georg und Happe (Hack) zogen im Gefolge des Herzogs Sigmund um 1440 von ihrer Heimat Breslau in Schlesien nach Südtirol. |
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Thursday, 08 March 2007 |
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Nordöstlich von Innichen, auf einem Hügel am Kranzhof zu Innichberg, am linken Ufer der Drau, soll zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Burg "Habersberg" gestanden sein, wohl eine Schutzburg für die Herrschaft Innichen. Im Jahre 1251 erscheint in Innichen ein Kanonikus Heinrich von HABERSBERG, Sohn des Ekkehard, und 1259 ein Marquard, Sohn des Heidenreich von HABERSBERG, seit etwa 1281 Dekan von Innichen, ein ebenso reicher wie wohltätiger Mann; er starb in Innichen am 13.3.1301. Im Jahre 1348 wird Konrad von VILLANDERS sogar "Burggraf" von "Habersberg" (soviel wie Pfleger), auf Grund eines Reverses des Grafen Heinrich von Görz. Ein Andreas von HABERSBERG, Gatte der Elisabeth von REISACH, war 1342 Kastner in Innichen, wo er 1350 starb. Sein Sohn war Hans, seine Tochter Zäzilie hatte Kunz (Konrad) von VÖLSECK seit 1367 zum Gatten, die anderen Töchter hießen Margarete und Anna. Um 1370 scheint das Schloss "Habersberg" zerstört worden zu sein. |
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Thursday, 08 March 2007 |
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Zu den vielen altadeligen Geschlechtern, die in Eppan und im Burggrafenamte ihre Stammsitze hatten, zählten auch die GRUSTNER. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs ihr Grundbesitz in der dortigen Gegend bedeutend an und im 17. Jahrhundert nannten sie bereits eine Reihe von Schlössern und Edelsitzen ihr eigen, so „Grußdorf“ am Ostrand von St. Michael-Eppan, seit 1624 im Besitze der Familie, „Kolegg“, ein Edelsitz in Bozen (1750), „Rinsperg“ (St. Pauls-Eppan), eine der schönsten Besitzungen auf dem Rebengelände in Überetsch auf Pitzol im Mendelgebirge. Über den Toren und Balkonen des Hauses sowie im Innern finden wir heute noch überall das prunkvolle Grustnersche Wappen. „Reinsperg“ ist seit 1450 im Beistz der GRUSTNER und wurde 1628 und 1661 bedeutend ausgebaut und 1696 verkauft. Ferner gehörte ihnen vorübergehend der von ihnen erbaute Ansitz „Paschpach“ in St. Michael-Eppan. |
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Thursday, 08 March 2007 |
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In Lana bei Meran steht ein altes Herrenhaus, ursprünglich „Zagl“, im 18. Jahrhundert „Zurgl“ benannt. Es wird schon 1316 erwähnt und stand frühzeitig im Besitze der Herren PARTH von AMPASSEGG. Aus dieser Familie ehelichte Helene von PARTH (geboren 1649, gestorben 1711), Tochter des Hildebrand von PARTH und der Maria Schmid de FABRIS, um 1670 den Martin GRUEBER und brachte ihm den Ansitz „Zurglburg“ in die Ehe. Der Name „Zürgl“ rührt von den vielen Zürglbäumen (celtis austrialis) her, die um die Burg herum wachsen. |
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Thursday, 08 March 2007 |
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Die Herren von GRIESINGEN stammen aus Ober- und Unter-Griesingen bei Ehingen in Schwaben, von wo sie mit Ulrich IV. von MATSCH, Grafen von Kirchberg, nach Tirol einwanderten. Als erster der Familie finden wir Rudegar (1253), dessen Sohn Eberhard, Truchsess des Fürstbischofs Bruno von Brixen wurde. Richard (Reinhard) hatte vier Söhne: Heinrich, Gatte der Gute von ENGELSWIKER (1370), der den Stamm fortsetzte. Bruno blieb in Schlanders (1381), Marquard war seit 1309 bis 1324 Pfarrer von Flaurling, seit 1317 Domherr von Brixen, Propst im Kreuzgange, Generalvikar (1322), Vize-Dekan (1336) und starb am 12.3.1449 in Brixen. Der vierte Sohn war Burkhard, der 1337 in Bologna studierte und im Jahre 1346 Rektor der Universität Padua wurde. Wir finden seinen Namen noch auf Urkunden 1381. Der früher genannte Vater dieser vier Söhne, Richard, war, seit 1281, mit Livega von KIRCHBERG, Schwester des Fürstbischofs von Brixen, Bruno Grafen von KIRCHBERG (gestorben 24.8.1288), vermählt (1278-1292). |
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